17 | 12 | 2018

Veranlassung

Wenn ich schon auf den Azoren bin, dann wollte ich auf jeden Fall noch die zwei World Heritage Sites mitnehmen die es auf den Azoren gibt. Und einer davon ist eben auf Pico.

Daten

Zeitraum

  • 30.04.2011 - 03.05.2011

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Die Reise

Anreise

Der Flug von Terceira nach Pico war relativ schnell erledigt. Mit SATA bin ich in einer Q400 mit freier Sitzplatzwahl - Sitzplätze werden nicht zugeteilt - nach Pico geflogen. Der Flug war sehr angenehm und mit einer Dauer von nur 20-25 Minuten nicht sehr lang.

Am Flughafen war ich dann auch der einzige der ein Mietauto abholen wollte - zumindest hab ich niemanden sonst gesehen - und das Auto war für mich auch schon bereit - es Stand schon vor dem Ausgang - ich musste nur noch einsteigen. Zuvor der Papierkram war nur einmal Kreditkarte und zweimal Unterschrieben, denn von den anderen Zwei Inseln war schon alles andere bekannt.

Tag 1

Mit einer Ankunft um 17:30 Uhr war natürlich nicht mehr sehr viel übrig von dem Tag. Ich bin dann gleich von Flughafen auf die Küstenstraße um mich dann nach Sao Roque vorzuarbeiten.

Was ich da am Küstenabschnitt gesehen habe hat mich auch gleich begeisert. Als Teil des Weltkulurerbes ist es vielleicht besser hervorgehoben, aber die kleine Straße die gerade neu Asphaltiert scheint, die ab und zu stehenden kleinen Häuser - die meistens nur Schwarz und Weiß bzw. Rot sind. Schwarz und Weiß sind die Wände - der Lavastein Schwarz und die Zwischenräume zwischen den Lavasteinen weiß. Ab und zu eine Tür bzw. die Dachziegel rot. Und am Ufer wo die Wellen gegen die Lavaküste krachen. Sehr schön anzusehen. Erst beim Verlassen auf die Bundesstraße habe ich gemerkt, dass das schon Teil des Weltkulturerbes war.

Überrascht hat mich, das die Vegetation an der Küste fast nicht vorhanden ist. Erst 100 Meter von Meer entfernt scheint Gras und dann auch Sträucher und Bäume zu wachsen. Mir war nicht bewußt, dass Pico eine so junge Insel ist.

In Sao Roque hab ich dann in meiner Unterkunft eingecheckt - es ist ein neu umgebautes Koster. Danach war ich noch schnell essen - diesmal war es ein Tunfisch - und danach bin ich noch an der Küste bzw. dem Hafen der Stadt entlang gelaufen.

Tag 2

Der Tag hat lieder nicht so toll begonnen - Regen und Kälte. Ich hab mich dann auf den Weg nach Osten gemacht. Leider war die Aussicht meistens durch das schlechte Wetter oder tiefe Wolken getrübt. Daher hab ich dann entschieden diese Seite der Insel mal sein zu lassen, und auf er der anderen weiter zu machen.

Daher habe ich begonnen weiter die Region des Weltkulturerbes zu erkunden. Bei M..... gibt es an der Küste ein paar wirklich schöne Stellen, wo die Reben praktisch nur von schwarzem Lavastein umgeben sind - und gefühlt auch nur auf Lavastein wachsen. Wie sie dort überhaupt gedeihen können ist mir ein Rätsel, aber anscheindend ist es so. Anders als bei uns wird hier Wein nicht als Hochkultur angepflanzt, sondern die Reben wechsen auf oder knapp über dem Boden.

Auch auf der West- bzw. Südwestseite der Insel war das Wetter sehr abwechslungsreich. Zuerst mal Sonne, dann wieder Regen - und auch extreme Temperaturschwankungen und starker Wind. Bis ca. 16:00 Uhr hatte ich dan Lajes erereicht. Von dort gibt es eine Straße quer über die Insel zurück zu meiner Unterkunft. Aus irgendeinem Grund war ich schon sehr müde und habe mich daher auf den Weg gemacht. Mann kommt da so hoch - aber nicht so hoch wie Wolken bei mir zu Hause sind - dass man durch die Wolken fahren muss. Ein Aussichtspunkt war auch angegeben, aber man hat, wegen der dichten Wolken, keine 30 Meter weit gesehen.

Ich hab dann mal kurz ein Nickerchen gemacht - ich war einfach zu müde. Dann bin ich noch etwas essen gegangen - und habe im Anschluß in Gedanken die Wellen beobachtet - wie sie sich an der Felsküste brechen.

Tag 3

Am Vormittag hab ich die Runde um die Insel abgeschlossen. Diverse Aussichtspunkte, Windmühlen und Leuchttürme besucht. Das Wetter war dabei zuerst nicht so gut, wurde dann aber besser und bessern.

Zu Mittag war ich dann fertig und habe mich auf gemacht das Inselinnere zu erkunden. Zum Teil haben sich sehr schöne Ausblicke auf die Küste von den höher gelegenen Straßenabschnitten ergeben. Ander Menschen trifft man aber selten. Und das durch die Wolken fahren ist auch sehr anstrengend. Man sieht gerade mal 10 Meter, bzw. etwas weiter mit Vorahnung. Ich hab mich dann da oben auch verfahren. Die Karte hat nämlich nur zwei Kreuzugen der Straße gezeigt. Und da ich beide passiert habe bin ich so gefahren wie die Karte gezeigt hat. Nur kam dann noch eine Kreuzung - und noch eine Kreuzung. So hat es dann noch einen Anlauf gebraucht bis ich den richtigen Weg gefunden habe. Dann habe ich den Aussichtspunkt auch gerade richtig erreicht. Ich komme aus der Wolkendecke hervor, und nach nur einigen Metern ist der Aussichtspunkt. Ein sehr seltsamer Anblick, von gerade unter den Wolken den Blick auf die Küste zu richten.

Da oben ist dann auch alles sehr feucht und rutschig - das haben Wolken nunmal so ansich - sie transportieren Wasser. Bei der Abfahrt wurde ich dann durch einen Bauern mit seiner Rinderherd blockiert. Nach längerem Warten haben ich dann nochmal umgedreht um auch die andere Route zu fahren. Die Seen Tour. Den ein oder anderen See mag ich in den Wolken vermutlich gar nicht gesehen haben, aber dann gab es einige Stellen wo ich anscheinend tief genug war, oder die Wolken nicht hingekommen sind. In den diversen Vulkankegeln sammelt sich das Wasser - die Wolken liefern ja genug - und bildet Seen. Außer Gras wächst da oben auch nichts. Wenn man etwas tiefer kommt beginnt das niedrige Wald.  Ein paar sehr urtümliche alte Bäume mit sehr viel Moos habe ich mir dabei angesehen - sie sehen zum Teil echt faszinierend aus. Beim gehen abseits der Straße muss man vorsichtig sein - das habe ich gleich mal leidvoll erfahren müssen. Denn es sieht zwar alles sehr schön grün aus, aber zum Teil ist es auch sehr weich weil mit Wasser druchtränkt. Nach den ersten paar Schritten hatte ich gleich mal nasse Füße. So dicke große Grasbüsche sind da hilfreich bzw. auch Steine.

Ab 16:00 Uhr hab ich es dann gut sein lassen, denn der Berg Pico war noch immer in Wolken gehüllt - und die letzte Straße sollte ich mir für morgen aufheben - damit ich morgen auch noch was zu sehen habe, sonst wäre ich praktisch mit den landschaftlichen Aspekten der Insel fertig gewesen. Den Berg werd ich wohl nicht erklimmen, denn Gestern hat er mal kurz unter den Wolken hervorgesehen - und war zum Teil weiß. Es ist wohl noch sehr kalt da oben.

Tag 4

An diesem Tag war der schönste Morgen überhaupt auf den Azoren. Es waren nur einige wenige Wolken am Himmel - und zum ersten mal konnte ich den Mount Pico ganz ohne Wolken sehen. Da hat es mich gleich noch schneller angespornt das Frühstück hinter mich zu bringen und meinen Weg durch die Insel zu suchen.

Ich hatte mir ja für heute noch einen Querstaße durch die Insel - auch am Mount Pico vorbei aufgehoben. Als ich mich dann aber auf den Weg gemacht habe, haben sich die ersten Wolken schon wieder zusammengezogen. Es ware zwei relevante Aussichtspunkte zu erreichen - einer an einem kleineren Berg - "Uze" mit 1024 Meter. Von dem aus hatte man einen guten Blick auf Mount Pico.

Danach bin ich zur Talstation von der aus Wanderer auf den Mount Pico aufbrechen. Von 1250 Meter aus kann man sich ca. 1100 Höhnemeter auf den Gipfel des Mount Pico kämpfen. Das wollte ich mir nicht antun. Ich bin dort nur lokal herumgewandert bis mir die Wolken und der Wind zu kalt wurden.

Damit war ich praktisch Fertig mit Pico Island. Zum Abschluß bin ich nochmal nach Madalena. Bin dort an der Küste rumgelaufen. Es ist schon schlimm anzusehen, was da, wenn es sich um einen kaum zugänglichen Strand handelt, so alles rumliegt. An einer Stelle scheint das Meer sogar wieder hervorzubringen, was vor langer Zeit vergraben wurde.

Somit war ich sehr viel Früher als eigentlich notwendig am Flughafen. Schon ab 15:00 Uhr war ich dort und hab im Internet gesurft und diese Seite als ersten Entwurf geschrieben. Der Flughafen hat alles was ein europäischer Flughafen so braucht - nur keine Passagiere. Ich hab mit einem Flughafenmitarbeiter gesprochen - im April kann es noch gut sein, dass hier am Flughafen in Pico mehr Leute am Flughafen arbeiten (mit Polizei, Security, Checkin, Feuerwehr usw...) als an einem Tag Passagiere abgefertigt werden. Mein Flug war auch der einzige der am Nachmittag - 18:00 Uhr ging. Es leben die Fördermittel der EU.

Zusammenfassung

Die Insel ist schöner, und das Inselinnere hat man fast für sich alleine wenn man um die Jahreszeit wie ich durch die Insel fährt. Das Weltkulturerbe ist wesentlich presenter als auf Terceira - und ist auf jeden Fall auch einmalig - und unterscheidbar.

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