17 | 12 | 2018

Veranlassung

Um weiter auf der Weltkarte zu kommen, und weil ich zumindest 15.000 Prämienmeilen zu vergeben hatte, und ich aktuell an den Inseln arbeite, habe ich mir eine Richtung zu den Azoren gegönnt, und die andere gekauft. Sao Miguel ist dabei der Flughafen der International angeflogen wird- für mich also mehr das Mittel zum Zweck. Jeweils ein World Heritage Site ist auf Pico Terceira.

Daten

Zeitraum

  • 25.04.2011 - 28.04.2011 & 04.05.2011

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Die Reise

Anreise

Zu Haus ging es schon um 04:10 Uhr los. Um 06:15 Uhr ging es mit Nikki nach Nürnberg - und von dort um 08:40 Uhr nach Ponta Delgada. Die Flugzeit Wien - Nürnberg mit ca. 50 Minuten ist dagegen relative wenig, wenn man die 270 Minuten Nürnberg - Ponta Delgada betrachtet. Der Flughafen ist relativ klein - wieso Airberlin da überhaupt hinfliegt ist mir ein Rätsel. Die Maschien war auf jeden Fall sehr leer - ich würde Sagen ca. 30% ausgelastet - weil praktisch jeder nachdem sich die Leute zum Schlafen verteilt haben seine eingenen drei Sitze hatte oder gehabt hätte. Busse oder Gates gib es gar nicht - man geht einfach vom Flugzeug ins Terminal. Wie wir angekommens ind waren nur zwei andere Flugzeuge auf dem Flughafen - eines davon war auf dem Weg zur Startbahn, das andere Stand da wohl. Das Mietauto abholen machte etwas Probleme, weil die dort den Mietwagengutschein - den ich ja nur per Mail bekommen hatte - auch nur elektronische hatte, die den aber physisch haben wollten. Wir konnten uns dann aber darauf verständigen, dass ich ihnen den Maile - wozu ich dann aber auf Datenroaming zurückgreifen musste.

Tag 1

Mit dem Auto bin ich dann nach Ponto Delgada - ich würde Sagen is Zentrum - auch wenn das etwas länger gedauert hat. Das Navi hatte ich zwar mit, geholfen hat es mir aber nicht. Denn es kannte zwar Ponto Delgada, aber konnte keinen Weg zu einer existierenden Adresse finden. Auch die Karte hat nichts angezeigt. Ich vermute ich hätte mehr testen müssen - anscheinend funktionierte es für die Azoren doch nicht. In der Stadt zu fahren war auf Anhieb nicht leicht, weil alles sehr eng ist, und der Großteil der "Gassen" Einbahnen waren. Im Zentrum hab ich dann geparkt, und bin dann zu Fuß durch die Stadt. Auch hier auf den Azoren war ein Feiertag.

Danach hab ich mich auf den Weg gemacht den westteil der Insel zu erkunden. Dabei hat sich herausgestellt, dass es - mit ein paar Ausnahmen - nicht schwer ist auf der Insel zu fahren, das es entweder nicht sehr viele Möglichkeiten zu Fahren gab, oder sie sehr gut ausgeschildert waren. Ein paar Ausnahmen gab es aber doch.

Mein erster Weg führte mich nach Sete Cedas - das sind zwei Kraterseen die durch eine Brückge getrennt waren. Auf dem Weg dort hin waren immer wieder Aussichtspunkte - auch super gepflegt - ausgeschildert, mit sehr guten Ausblick. Einer davon bot auch einen grandiosen Blick auf die Seen. Leider hat das Wetter nicht so mitgespielt. Es war immer bewölkt, und zum Teil hat es genieselt.

Gegen Abend hatte ich den westlichen Teil von Sao Miguel erkundet - und bin nach Ponta Delgada zurück, wo ich mir am Nachmittag schon ein Hotel gesucht hatte.

Tag 2

Nach dem Frühstück bin ich gleich wieder aufgebrochen, um meine Inselrundfahrt, dort wo ich sie unterbrochen hatte fortzusetzen. Langsam ging es von Ort zu Ort bzw. von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt. Dabei zeigt sich nicht nur die schöne Landschaft mit der meist sehr steilen Küste, sonder auch wohin sehr viel EU Fördergeld fließt. Einerseits wird wohl eine neue Autobahn um die Insel gebaut, andererseits sind überall super geflegte Aussichtspunkte. An jeder zweiten Tafel ist dann auch ein mehr oder weniger großes EU Symbol. Und überall sehr man "Landschaftspfleger" die entweder Gras mähen, Laub Rechen oder sonst irgendwas machen. So viele Menschen in der Landschaftspflege - entweder das sind alles geföderte Arbeitsplätze, oder - was auch sein könnte - die Insel bereitet sich auf die Hochsaison vor. Weil derzeit ist keine Saison, weil das Wetter noch zu schlecht ist.

In Nordeste wollte ich dann auch zu einem Leuchtturm runter - eine sehr steile und enge Straße - wie so viele. Nur war da nach einigen huntert Metern ein Kettenbagger auf der Straße der sich wohl so wie ich den Weg zum Leutturm / Hafen machte. Er war zirka auf halben Weg, aber kam nur ganz langsam voran, weil er für die Straße ansich fast zu breit war und in Kurfen wirklich vorsichtig drehen musste. Nach ca. 10 Minuten und gerade mal 50 Meter hab ihc dann den Rückwärtsgang eingelegt und bin die - laut Schild 12,5% Steigung rückwärts wieder hochgefahren - eine Gelegenheit zum Wenden gab es nicht. Anscheinend hat den Weg aber sonst auch niemand versucht, denn hinter mir ist niemand nachgekommen.

Am späteren Nachmittag war ich dann schon sehr müde. Ich bin dann im Schnellverfahren nach Povoação, wo ich mein Hotel reserviert hatte. Ich bin dann auch not etwas spazieren gegangen, aber sehr viel gab es in Povoação nich zu sehen.

Tag 3

Nach dem Frühstück bin ich dann zur zweiten Attraktion, wohl der Hauptattraktion von Sao Miguel, nach Furnas. Dort gibt es heiße Quellen zu bewundern. Das ganze hat sich mir sehr ähnlich zu Neuseeland bzw. Island dargestellt. Durch Furnas bin ich dann zu Fuß gelaufen. Dort gab es dann auch noch zwei Parks zu besuchen - mit einem See der gekocht hat. Außerhalb von Furnas war der Lago de Furnas - ein See. Dort sind auch nochmal heiße Quellen zu sehen - und dort vergraben sie Töpfe und garen einen speziellen Eintopf. Auf der anderen Seite des Sees war wieder mal einen Geldvernichtung von EU-Geldern zu bewundern. Mehrere Gebäude mit Duschen und WCs für einen - möglicherweise Badepaltz - wobei an den Stellen aber baden und campen verboten war - die Zufahrtsstraße abgesperrt ist.

Den Nachmittag über habe ich meinen Weg nach Ponta Delgada zurück gesucht. Dabei habe ich noch an einigen Aussichtspunkten halt gemacht. Zum Teil hat es auch geregnet - immer wieder mal sehr kurz. Da hat es sich doch wirklich ausgezahlt, dass ich mir einen kleinen Regenschirm mitgenommen hatte.

Am späteren Nachmittag bin ich wieder in das gleiche Hotel wie zwei Tage zuvor. Als es dann doch nochmal etwas schöner wurde bin ich nochmal Richtung Sete Cidades aufgebrochen. Und es hat sich zumindest Teilweise ausgezahlt, denn die Aussicht über die Seen war diesmal doch deutlich besser. Ich bin dann auch noch etwas über den Kraterrand gewandert. Ab Abend kamm dann sogar noch die Sonner heraus und hat den Tag wunderbar ausklingen lassen.

Zurück beim Hotel war ich dann noch in der "Atlantico" Shopping mal einkaufen.

Tag 4

Der Tag hat bewölktem Himmel und teilweisem Sonnenschein begonnen. Daher war er mir zu Schade um die Zeit tot zu schlagen - denn ich hatte nicht mehr wirklich etwas zum Ansehen. Daher bin ich nochmal die Südwestküste hoch - um den Teil der Küste auch abgefahren zu sein, denn ich zuvor wegen dem Weg nach Sete Cidades versäumt hatte.

Sehr viel gab es da aber nicht - einen großen Leutturm und eine Thermalquelle. In Ponta Delgada zurück habe ich auch noch ein Hinweisschild zu einer Grotte gesehen. Als ich dort aber ankam - sie war wohl durch ein Gebäude vor dem allgemeinem Zutritt geschützt - was dieses geschlossen. Daher hatte ich den Weg völlig unnötig gemacht.

Nachdem es wohl nicht mehr viel gab habe ich an der Autostraße getankt - anders als auf den Kanaren wo der Sprit mit knap unter einem Euro sehr günstig war - kostet der Liter Normalbenzin auf den Azoren 1,42€ und damit fast gleich viel wie zu Hause.

Um 10:45 Uhr habe ich das Auto am Flughafen zurück gegeben und dann die Zeit bis zu meinem Flug um 13:50 Uhr mit surfen im Internet verbracht. Dabei hab ich dann sogar noch auf Mails bzgl. der Arbeit geantwortet.

Abreise und Tag 5

Der letzte Tag war eigentlich ein verschwendeter - nur zur Abreise gedacht. Da es nicht so viele Flüge nach Österreich / Deutschland von den Azoren gibt, hat man eben keien so große Wahl. Ein IPhone App Checkin ist auch nicht erlaubt, somit konnte ich nicht im vorhinein einchecken.

Ich hab in meiner bekannten Unterkunft übernachtet, und nach dem Frühstück - einem späteren - bin ich mit dem Taxi zum Flughafen und hab auf meinen Flug nach Düsseldorf und dann weiter nach Wien gewartet.

Zusammenfassung

Sao Miguel ist sehr schon. Die Landschaft hat mir sehr gut gefallen. Das schlechte Wetter hat den positiven Eindruck getrübt, aber das hatte ich ja schon - zwar nach der Flugbuchung - aber noch vor der Anreise nachlesen können.

Insgesamt sind die Azoren sehr schön - auch sehr gut ausgebaut. Das mag vorallem dran liegen, dass praktisch in allem das neu und gut aussieht EU-Fördergelder stecken. Man muss nur etwas genauer schauen, und überall findet sich der Beitrag das dieses Objekt von der EU gefördert wurde. Ohen EU-Gelder würde es hier schlecht aussehen. Da macht es umso trauriger, dass Portugal jetzt Finanzhilfe beantragt / beantragen will - wenn man bedenkt wie viel Geld von der EU alleine hier auf die Azoren wohl schon geflossen ist. Das stimmt mich etwas traurig.

Die Inseln selbst würde ich weiterempfehlen - aber man sollte sich über die Reisezeit erkundigen. Und die Azoren man den Ankündigungen zum Wetter alle Ehre. Eingeltich kein Tag wo es nicht Regen und Sonne gegeben hätte - sehr sehr Abwechslungsreich.

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