17 | 12 | 2018

Veranlassung

Auf meinen Trip nach Gran Canaria konnte ich, da ich ja eine gute Woche hatte, Teneriffa nicht auslassen. Eigentlich wollte ich noch mehr, aber das ging sich wegen des schlechten Wetters nicht aus.

Daten

Zeitraum

  • 12.03.2011 - 15.03.2011

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Die Reise

Tag 1

Die Anreise fand ja schon am Vorabend statt, damit ich keine Zeit verliere. Leider ist im Hotel das Frühstück erst ab 08:00 Uhr, daher kann man den Tag nicht wirklich früh starten, was ich aber gerne gemacht hatte.

Nachdem ich mich erkundigt hatte - der Empfang hat gleich eine Webseite mit Webcam des Teide parat - sollte das Wetter für einen Besuch des Teide nicht sehr günstig sein. Es hat draußen mit Blick Richtung Teide auch nicht wirklich besonders gut ausgesehen. Daher habe ich mich entschieden den Westen von Teneriffa zu erkunden.

Zuerst ging es von Los Realejos nach Icod de Los Vinos - dort soll wohl einer der ältesten Drachebäume stehen (wobei laut letzter Expertenmeinung die Pflanze nicht zu den Bäumen zählt). Das zählte für mich als Freund der Natur natürlich zu einem muß Stopp.

Danach ging es weiter nach Garachico - dort bin ich an der Küste etwas spazieren gegangen - aber nicht sehr viel. Von hier ging es weiter ins Teno Gebirge. Die Serbentienen hoch und runter - anstrengend zu fahren - man kann hier wirlich sehr gut für Slalomfahren üben. An - ich glaube der höchsten Stelle auf dieser Paßstraße - war dann ein Parkplatz wo schon einige Autos gestanden sind. Einige haben sich da auf den Weg zu einer Wanderung gemacht. Vom Parkplatz konnte man eine kleine Bergspitze / Kuppe sehe - und dahinter weitere. Ich dachte mir - wenn die da hochgehen kann ich auch auf die erste gehen. So hab ich mich auf den Weg gemacht - dann hat aber dieser Weg gar nicht auf die Spitze geführt, sondern daneben vorbei einfach weiter. Also bin ich auch weiter - dachte mir dann vielleicht die nächste Spitze - und so ging es dann weiter und weiter - und immer konnte man meinen nach der nächsten Biegung geht es hoch oder der Weg dreht sich vielleicht und es geht auf die schon vorbeigezogene Erhöhung zurück, aber das wurde nichts. Nach einer guten Stunde Gehzeit machte es denn Anschein, als hätte ich den Weg soweit abgeschossen - jetzt könnte es nur noch auf der anderen Seite des Gebirges nach unten gehen. Ich war gerade so in der nähe der letzten Erhöhung, dass ich da die 20 Meter ohne wirklichen Weg - obwohl es doch schon einige gemacht haben werden - nach oben geklättert bin. Einfach um mein Ziel erreicht zu haben. Dann hab ich mich auf den Weg zurück gemacht - und beim vorbeigehen der höchsten Spitze endecke ich da einen kleinen Weg der vielleicht doch nach oben führen könnte. Denn hab ich dann noch schnell genommen, und er hat tatsächlich nach oben geführt. So unscheinbar - aber so bin ich noch zu meinem Ziel gekommen - viel weiter als ich eigenlich gehen wollte. Nach gut zweieinhalb Stunden war ich dann wieder beim Auto - und einen Sonnenbrand im Nacken reicher, den hatte ich vergessen vor der Sonne zu schützen.

Als letztes ging es dann noch nach Los Gigantes - dort einen schnellen Blick auf die Klippen - um anschließend ins Hotel zurückzukehren.

Tag 2

Ein Blick aus dem Fenster verhieß Gutes. Keine Wolken am Berg. Nach dem Frühstück habe ich mich also gleich Richtung Teide Nationalpark auf den Weg gemacht.

Dabei ging es zuerst nach La Orotava und von dort dann weiter Richtung Nationalpark. Schon vor der Nationalparkgrenze hatte man einige sehr schöne Ausblicke auf den Picolo del Teide - wie er wolkenlos mit einer Schneedecke eingehüllt war.

Kurz vor der Parkgranze begannen dann aber Wolken aufzuziehen, und je weiter ich mich sie Serbentinen hochgekäpft hatte, desto schlechter wurde das Wetter. Der Berg war plötzlich komplett in Wolken gehüllt und es kamm starker Wind auf. Ab 2000 Meter Höhe sah man ab und zu Schnee an Schattenstellen - und es war bitter kalt. Kurz vor dem Besucherzentrum mit der Seilbahn weiter nach oben (es liegt so auf 2350 Meter Sehhöhe geschätzt nach Navi was ich mich gerade noch so erinnere) hat es dann auch zu schneien begonnen - vom Berg war inzwischen nichts mehr zu sehen. Auch die Umgebung war inzwischen in Nebel und Woken gehüllt, sodass man fast gar nichts mehr wirklich gesehen hat.

An der Seilbahn angekommen hieß es dann - gesperrt. Heute wird es keine Auffahrt mehr geben - wegen starkem Wind und Schneefall. Darüber hab ich mich dann sehr geärgert - weil eben der Großteil des Weges umsonst war - und man auch so nicht mehr wirklich viel gut gesehen hat - aber ich war froh das ich von zu Hause noch die Winterjacke mit Schaal und Haube dabei gehabt habe - die konnte man jetzt wirklich gut gebrauchen.

Es half ja nichts - also bin ich über Chio in den Süden. Dort war es zwar auch nicht super schön, aber zumindest hat es nicht geregnet - zumindest die meiste Zeit. Ich bin dann nach Las Americas und Los Christianos, wo ich mich noch über die Fährzeiten nach La Gomera erkundigt hatte - mein Plan war es dort morgen hinzufahren um mir den Nationalpark anzusehen.

In Las Americas hatte ich - dank einiger kurzer Zeiträume mit der Sonne - auch wieder mit meinem Sonnenbrand von gestern zu kämpfen.

Um noch etwas gutes zu sehen bin ich schließlich die TF-1 nach La Laguna. Die Altstadt ist Weltkulturerbe - angeblich eine der ersten die an einem Gitter ausgerichtet wurde. Ich bin dort durch die Straßen gelaufen - so richtig hat es sich mir hier nicht erschossen warum es sich hierbei um ein Weltkulturerbe handeln soll. Fast einmal um die Altstadt ist plötzlich dichter Nebel eingefallen - und dan hat es wieder zu regnen begonnen, sodass ich mich schnell auf dem Weg ins Hotel gemacht habe.

Am Abend hat es dann die ganze Zeit geregnet - und zum Teil auch stark geschüttet, sodass ich gedacht habe gleich kommt der ganze Berg runter.

Tag 3

Ich bin am Morgen schon sehr früh auf, da ich laut Navi ja ca. eine Stunde für die 100 km Autobahn nach Los Cristianos zur Fähre nach La Gomera brauchen würde. Noch etwas Puffer, also bin ich zwei Stunden vor Abfahrt der Fähre los. Aber weit bin ich nicht gekommen - es sind nämlich ca. 30 km nach Santa Cruze de Tenerife und dann 70 km nach Süden. Aber nur die ersten 10 km hatte ich frei Fahrt, danach Stau - und der wollte nicht Enden...

Nach 10 km im Stau waren bereits 75 Minuten vergangen - sodass ein erreichen der Fähre fürh mich unmöglich wurde - und wenn der Stau - wie es den anschein hatte - bis nach Santa Cruz de Tenerife gehen würde - wohin sollte er sonst - würde ich ja nochmal fast eine Stunde bis dorthin brauchen. Also hab ich verärgert alles hingeschmissen - irgendwann an einer Ausfahrt kehrt gemacht und wieder ins Hotel. Richtig verärgert, dass die hier alle anscheindend nicht Autofahren können - an einem Montagmorgen im Regen von Puerto de La Cruze nach Santa Cruz de Teneriffe scheint unmöglich. Im Hotel hab ich dann erstmal nochmal Schlaf nachgeholt.

Da es noch immer geregnet hatte - und die Wolken auch ganz tief hingen - dachte ich mir - mache ich noch einen Veruch mit dem Teide - vielleicht sind die Wolken tief genug, damit die oberen 1500 Meter über den Wolken liegen. Aber nix da - ich bin nicht wirlich weit gekommen - denn bei ca. 1000 Meter Seehöhe wurde die Straße für nicht Anreiner gesperrt - nur weil da etwas Schnee gelegen ist, weil wohl über Nacht und noch immer Schnee gefallen ist. Auch weider so etwas - anscheinend trauen sie den Turisten nicht zu im Schnee zu fahren. Und auf Schnee ist hier wohl auch gar nichts ausgelegt...

Unschlüssig was ich jetzt tun sollte - es hat noch immer unter 1000 Meter geregnet - auf den Teide konnte ich nicht - die Fähre schon verpasst - was jetzt? Nix vernünftiges hat sich ergeben. Ich war noch kurz in Santa Cruz de Tenerife, bin dort am Wasser entlangspaziert. Da es aber immer weider mal kurz geregnet hat, hat auch auch nicht wirklich Spaß gemacht. Dort hab ich dann noch eine Tourist Information gefunden und mich etwas erkundigt - sehr auskunftsfreudig waren die nicht. La Gomera sollte ich mit Auto machen - das ist aber Teuer - und für mich - wenn ich am Abend wieder in Santa Cruz sein muss lohnt sich das nicht. Der Teide Nationalpark wird auch morgen noch wegen des schlechten Wetters und des Schneefalls gesperrt bleiben - also mit dem Teide wird es auch nichts. Zu sehen gab es auch nicht wirklich was - also wieder zurück ins Hotel zu Zeit totschlagen.

Der Tag war komplett für die Katze - und hat auch meine weiteren Pläne zerstört - super gelaufen!

Tag 4

Am Morgen hat zwar der Wecker geläutet, aber ich habe mir dann auch gedacht es macht ja wirklich keinen Sinn nach La Gomera wegen drei Stunden zu fahren und hab mich wieder umgedreht und weiter geschlafen.

Nachdem ich dann endlich rausgekommen war, war doch schon einige Zeit vergangen. Da es im Norden noch immer schlechtes Wetter hatte, bin ich in den Süden. Hab mir noch mehr von den Stränden von Los Cristianos und Las Americas angesehen. Im Süden war das Wetter unterschiedlich - mal hat die Sonne geschienen, mal war es bewölkt, aber wirklich geregnet hat es nicht - nur mal ab und zu ein paar kleine Tropfen, was aber nich ausgereicht hat die ganzen Leute vom Strand zu vertreiben.

Im Laufe das Nachmittags bin ich dann nach Santa Cruz de Tenerife zurück. Hab dort bei Fred Olsen eingecheckt und mein Auto auf dem Parkplatz stehen lassen und die Stadt nochmals zu Fuß erkundet.

Am Abend ging es dann mit Fred Olsen nach Agaete auf Gran Canaria - dort hab ich dann auch gleich übernachtet. Meine letzte Aktion war noch per Wifi und Airberlin App für den Flug einzuchecken - Abflugzeit ist 09:50 Uhr.

Zusammenfassung

Ein Wechselbad der Gefühle. Gran Canaria hat mir besser gefallen - aber das ist vorallem dem Wetter geschuldet, das mir auf Teneriffa einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht hat. Das schlechte Wetter hat verhindert das ich den Teide Nationalpark genießen hätte können. Dann hat es auch noch zu einem endlosen Montagmorgenstau geführt, das ich meine Fähre nicht erreichen konnte und damit alle Pläne zunichte gemacht hat. Laut Hotelempfang war das Wetter aber auch extrem ungewöhnlich - sodass ich das wohl unter "Pech gehabt" verbuchen muss.

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