24 | 05 | 2018

Veranlassung

Wenn ich schon auf den Azoren bin, dann wollte ich auf jeden Fall noch die zwei World Heritage Sites mitnehmen die es auf den Azoren gibt. Und einer davon ist eben auf Terceira.

Daten

Zeitraum

  • 28.04.2011 - 30.04.2011

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Die Reise

Anreise

Der Flug von Ponta Delgada nach Terceira war relativ schnell erledigt. Mit SATA bin ich in einer Q400 mit freier Sitzplatzwahl - Sitzplätze werden nicht zugeteilt - nach Terceira geflogen. Der Flug war sehr angenehm und mit einer Dauer von nur 25-30 Minuten nicht sehr lang.

Am Flughafen hab ich dann nach etwas warten auch mein Mietauto bekommen.

Tag 1

Nach etwas hilflosen im Kreis fahren in der Nähe des Flughafens habe ich es dann doch geschaft mich auf den Weg um die Insel zu machen.

Vom Ablauf her habe ich es gleich gehalten wie auf Sao Miguel. Ich hab begonnen mich gegen den Uhrzeigersinn um die Insel zu bewegen und an allen Aussichtspunkten die sich so angeboten haben anzuhalten. Die Küste bzw. die ganze Insel unterscheidet sich doch etwas von Sao Miguel. Zum Teil gibt es keine so steile Küste, sodass man wirklich schwimmen gehen kann. Zum Anderen ist das Land zwar auch primär für die Viehzucht eingesetzt, aber die vielen kleine Felder sind praktisch immer mit Trennmauern aus dem leichten schwarzen Lavastein abgetrennt.

Vor Santa Barbara habe ich einen Abstecher auf den höchsten Berg der Insel gemacht. Mit 1024 Meter ist der Berg "Santa Barbara" der höchste von Terceira und bietet, sofern wolkenlos, einen guten Überblick über die Insel. Leider war er bei mir nicht ganz wolkenlos. Die Aussicht war aber auch  nicht ganz getrübt. Vorallem aber war es sehr windig und sehr kalt. Bei Ankunft auf Terceira hatte es noch über 22°C, aber auf den Gipfel hatte es laut Autotemperaturanzeige nur noch 9°C.

Gegen Abend bin ich dann noch bis Negrito gekommen. Dort habe ich in ein kleines Hotel für meine zwei Nächte auf Terceira eingecheckt. Im Anschluß habe ich noch einen kleinen Spaziergang durch das Dorf gemacht.

Tag 2

Nach einem gemütlichen Frühstück habe ich mich auf den Weg nach Angra gemacht. Angra (de Hero....) ist zu einem großen Teil - die Altstadt & Berg - Weltkulturerbe. Die Militärbasis und der Berg mit dem atemberaubenden Blick auf die Stadt sind zwar außergewöhnlich, die Altstadt als solches hat sich für meinen Geschmack aber nicht so sehr von den anderen Städten - die vielen kleinen Gassen und die Struktur der Gebaude - unterschieden. Mit dem Berg, der Altstadt und dem Hafen war ich den ganzen Vormittag beschäftigt.

Am Nachmittag habe ich die zweite große Stadt von Terceira erkundet - Ponta do V..... Ich hab vom Hafen aus zuerst die Stadt und dann den Hafen erkundet, sowei den Hügel am Ende der Hafenstraße erklommen. Von dort oben hat man ebenfalls einen sehr guten Überblick. Der Hafen selbst ist wieder ein Pardebeispiel EU-Gelder auszugeben.

Wo ich mich dann eigentlich schon wieder zurück auf den Weg machen wollte - auf der Suche nach der einzigen Schnellstraße der Insel - habe ich dann noch das Hinweisschild zur Serra do Cume gefunden. Ich habe mich dabei an ein Bild in dem Reiseführer erinnert, und dachte da kann ich locker noch hoch fahren. Von dort oben hatte man wieder einen tollen Blick über die Insel. Vorallem eine der vorgelagerten kleinen Inseln - von derer ich zuerste gedacht habe es seine eine - haben sich als zwei Inseln/Felsen gezeigt - wobei man meinen könnte die sind erst jüngst auseinandergebrochen. Beim Blick hinunter hat sich auch wieder das schöne Muster der landwirtschaftlichen Flächen gezeigt - wie die kleinen Grünflächen immer durch Lavasteinmauern abgeschlossen sind.

Zurück beim Hotel war der bisher beste Tag - vorallem weil mehr oder weniger die ganze Zeit die Sonne geschienen hat - zu schade um einfach so zu beenden. Da ich mich bisher sehr mit dem Essen zurückgehalten habe musste ich diesen tollen Tag mit einem tollen Essen ausklingen lassen. An der Rezeption habe ich eine gute Empfehlung für Fisch bekommen. Im nachhinein kann ich sagen die Empfehlung - Restorante Beira Mar Sao Mateus - war nicht nur gut, sondern ausgezeichnet. Meine vier Gänge - lokaler Fischkäse, Fischsuppe, Oktopus, gegrillter Schwertfisch waren mehr als üppig und sehr sehr gut. So gut habe ich selten gegessen - zumindest nicht das ich mich aktuell daran erinnern würde. Mehr als satt bin ich dann ca. 15 Minuten zu Fuß zur Unterkunft zurück.

Tag 3

Der Morgen heute war im Vergleich zu gestern gar nicht schon. Es hat leicht geregnet und war sehr kalt geworden - nur ca. 8° C. Einigen Ziele hatte ich mir für heute noch aufgehoben.

Zuerst bin ich zum Lagoa da Falca (Pata). Dort hat mich aber trotz Jacke und Haube gefrohren, weil es auf der Höhe noch etwas kälter war, und der Wind sehr stark gegangen ist. Der kleine See hatte auch nicht viel zu bieten. Ich war und bin aber immer weider von den großen Zedern im Wald begeistert - und von einem Wald der nur aus Zedern besteht.

Im Anschluß bin ich zum Lagoa de Negro - und der danebenliegenden Grotte. Nur leider hatte ich mit der Grotte wieder Pech - im Gegensatz zu Ponta Delgada standen hier aber Öffnungszeiten - von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Nicht passend für meine Reiseplanung, da ich um 15:00 Uhr das Auto am Flughafen zurückgeben musste.

Schließlich bin ich im Zentrum der Insel noch zur "Furnas do Enxofre". Das ist eine Fumerole mitten in de Landschaft. Sonst gibt es da auch nichts - und besonders spektakulär ist sie auch nicht. Als letzten Abschnitt bin ich dann nochmal zu einer Grotte - von denen gibt es mehrere auf Terceira - nur leider hatte die die gleichen Öffnungszeiten wie die erste. Also konnte ich auch auf Terceira  keine Grotte besuchen. Für Pico - wenn ich zu einer Grotte will - muss ich das auf jeden Fall besser einplanen.

Ich hab mich dann langsam über Altares auf den Weg zum Flughafen gemacht. Dabei noch einige kleine Aussichtspunkte mitgenommen, getankt und das Auto schließlich so gegen 14:00 Uhr am Flughafen abgegeben. Beim Warten auf meinen Flug habe ich dann wieder das Internet bemüht.

Zusammenfassung

Terceira ist wesenltich kompakter als Sao Miguel. Das Weltkulturerbe unterscheidet sie von Sao Miguel deutlich. Landschaftlich fand ich Sao Miguel aber ansprechender, auch wenn sich Terceira doch sehr unterschiedlich präsentiert. Das Wetter war auf Terceira auf jeden Fall sehr viel besser als auf Sao Miguel.

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